Die Mitteilung zum Betrieb

Wie gewonnen, so zerronnen?!

Betreiber einer Anlage wissen, dass zu Beginn eines jeden Jahres bis zum 31. Januar der Behörde DEHSt die Mitteilung zum Betrieb vorzulegen ist.

Bei der Mitteilung zum Betrieb (MzB) handelt es sich um eine Zusammenstellung von betrieblichen Daten, die die Aktivitätsrate Ihres Betriebes ermittelt, d. h. welche Mengen an Produkt (Zement, Glas, Keramik, Papier, Wärme, etc.) durch Ihr Unternehmen  im vorherigen Kalenderjahr produziert worden sind.

Da die Produktivitätsrate ein Teil der Formel für die kostenlose Zuteilung ist (Aktivitätsrate * Emissionswert * CL-Faktor * Kürzungsfaktor), wird z.B. bei einer Produktionsänderung die Zuteilung angepasst. Das gilt zwar in jede Richtung, bedarf aber z.B. im Fall der Anwendung von Fallbackbenchmarks (Wärme, Brennstoff) zusätzlicher Nachweise z.B. der Effizienzverbesserung, um die damit verbundenen Verbesserungen der Emissionen anerkannt zu bekommen, ohne, dass automatisch die kostenlos zugeteilten gekürzt werden.

Mit der Abgabe der MzB Ende Januar kommen Sie Ihrer Pflicht nach, die DEHSt regelmäßig darüber zu informieren, inwiefern bei Ihrer Anlage Änderungen gegenüber dem Zustand bei der Erstellung Ihres Zuteilungsantrages stattfinden werden. Davon unbenommen gilt, dass genehmigungspflichtige Änderungen laufend, zeitnah und vor Ihrer Anwendung genehmigt sein müssen.
Ziel der DEHSt ist es, die kostenlose Zuteilung an Ihren aktuellen, tatsächlichen Betriebszustand und an den Bedarf an Zertifikaten anzupassen. Da dies automatisch jedoch nur in eine Richtung geht (Verminderung von Zertifikaten), müssen Sie sich bei einer Ausweitung Ihrer Produktion und dem vorliegen weiterer Faktoren um eine Erhöhung per Antrag selber kümmern.

Mit Beginn der 4. Handelsperiode bekommt die bisher schon bekannte Mitteilung zum Betrieb eine neue Bedeutung als Grundlage für die „dynamische Zuteilung“ (behördliche Anpassung der Zuteilung an die Änderungen der Produktion) und für die Erfassung und Weiterentwicklung von Benchmarks für zukünftige Zuteilungen. Sie ist deshalb neuerdings zeitgleich mit dem Emissionsbericht durch eine Zertifizierungsstelle zu bestätigen. Die Grundlage dafür bildet der Methodenplan, der zusammen mit den Zuteilungsanträgen für die 4. Handelsperiode eingereicht wurde und zurzeit durch die DEHSt geprüft wird. Auch hier können wir bei Nachfragen und technischen Klärungen helfen.

Weitere Informationen zur Mitteilung zum Betrieb im Menüpunkt Emissionswissen/CO2-Aktivität.

Jedes Jahr aufs Neue. Das neue Jahr hat gerade erst angefangen, da stehen Ihnen wie vielen anderen Anlagenbetreibern auch schon wieder die Schweißperlen auf der Stirn.
Bis zum 31.01. muss die MzB bei der DEHSt eingereicht sein. Sollte bei Ihnen im Vorjahr die nötigen Vorarbeiten ausgeblieben sein, wird jetzt schnell Stress aufkommen, da nicht nur wieder der relevanten Leitfaden der DEHSt durchgearbeitet werden müßte sondern schließlich auch andere wichtige, betriebliche Dinge am Anfang eines Jahres erledigt werden müsste.

Hektik ist hier jedoch genau fehl am Platze. Eine unkorrekte oder unvollständige MzB kann sich in Ihrer Unternehmenskasse böse bemerkbar machen, führt man sich vor Augen, dass eine automatische Zuteilungsanpassung die Folge ist, wenn der rollierende 2-Jahresmittelwert von der im Zuteilungsantrag genannten Aktivitätsrate mehr als 15 % abweicht.

Eine Zuteilungskürzung ist jedoch nicht das einzige Szenario was Ihnen als Betreiber blühen kann. Verpasste Chancen auf eine Erhöhung der kostenlosen Zuteilung sowie Bußgelder für unterlassene Pflichtmitteilungen bis zu 50.000 Euro können Ihnen das Leben als Betreiber schwer machen.

Sofern Sie im Januar eines jeden Jahres konkrete Hilfe zur Erstellung Ihrer Mitteilung zum Betrieb (MzB) benötigen und die Dateneingabe in das speziellen Formular-Management-System (FMS) der zuständigen Behörde DEHSt nicht übernehmen möchten, weil z. B. Ihre Mitarbeiter am Jahresanfang schon genügend andere Aufgaben haben bzw. zuvor nicht umfangreich hierfür geschult worden sind, wenden Sie sich bitte umgehend an Emissionshändler.com®, um ein entsprechendes Angebot für Ihre Anlage abzufordern.

Gerne übernimmt Emissionshändler.com® für Sie die Sichtung und Bewertung Ihrer Produktionsdaten- und Mengen und deren Einordnung im Verhältnis zu Ihren Primärenergieverbräuchen. Dabei werden fehlende Messwerte, betriebliche Besonderheiten, Brennstoffwechsel und viele weitere Sonderfälle wie zum Beispiel technische Änderungen an der Anlage sowie vergangene wie zukünftige Kapazitätserweiterungen oder Reduzierungen berücksichtigt.

Nach der Eingabe aller Daten in das Formular-Management-System (FMS) der DEHSt  und der nochmaligen Überprüfung Ihrer Daten auf Konsistenz erfolgt durch uns die Übersendung an Sie, damit Sie als Betreiber der Anlage die Datei über die virtuellen Poststelle (VPS) an die DEHSt bis zum 31. Januar eines jeden Jahres übermitteln. Eine Übernahme der virtuellen Poststelle durch Emissionshändler.com®, kann aus rechtlichen Gründen leider nicht angeboten werden.

Die MzB wird anschließend noch von einem vereidigten Verifizierer zu Ende März geprüft werden. In der Regel erfolgt die Verifizierung zeitglich mit dem zu Ende März fertiggestellten CO2-Jahresbericht. Selbstverständlich nehmen wir Ihnen auch die meist sehr zeitaufwendige Kommunikation und Abstimmung mit dem Verifizierer ab.

Zur Übernahme der vorgenannten Tätigkeiten der kompletten Erstellung der MzB erarbeitet Ihnen Emissionshändler.com® gerne ein Angebot auf pauschaler Basis. Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

Übrigens: Eine Erhöhung der kostenlosen Zuteilung ist in nicht wenig Fällen über eine strategisch bearbeitete MzB möglich! Fragen Sie uns!