Der Zuteilungsdatenbericht

Wie gewonnen, so zerronnen?!

Bislang war es so, dass Sie als Anlagenbetreiber bis zum 31. Januar eines jeden Jahres der DEHSt die Mitteilung zum Betrieb vorzulegen hatten. Dies ist nun nicht mehr so. Ab der 4. Handelsperiode wird die Mitteilung zum Betrieb durch den Zuteilungsdatenbericht ersetzt.

Der Zuteilungsdatenbericht bedeutet nicht nur eine Umstellung weg von einer kapazitätsbezogenen Zuteilungsberechnung hin zu einem dynamischen Zuteilungskonzept mit jährlich automatischen Zuteilungskürzungen bzw. -erhöhungen, sondern auch administrative Änderungen. Wie der CO2-Jahresbericht ist auch der Zuteilungsdatenbericht bei der DEHSt in verifizierter Form einzureichen und dies ebenfalls jährlich zum 31.03.

Wie bereits bei der Mitteilung zum Betrieb handelt es sich beim Zuteilungsdatenbericht um eine Zusammenstellung betrieblicher Daten, die Aufschluss über Veränderungen der Aktivitätsraten Ihrer Zuteilungselemente geben soll.

Zukünftig erfolgen Zuteilungsanpassungen gemäß Zuteilungsdatenbericht immer dann, wenn der ausgewiesene 2-Jahres-Mittelwert der Aktivitätsraten mehr als 15 % von der im Zuteilungsantrag vermerkten historischen Aktivitätsrate abweicht. Eine erneute Anpassung in die gleiche Richtung innerhalb einer Zuteilungsperiode wird nur dann vorgenommen, wenn der neu festgesetzte Wert erneut um mindestens 5 % über- bzw. unterschritten wird. Lediglich wenn die 15 % -Schwelle wieder unterschritten wird, ergibt sich der ursprüngliche Anspruch an kostenloser Zuteilung.

Ziel der DEHSt ist es, die kostenlose Zuteilung an Ihren aktuellen, tatsächlichen Betriebszustand und an den Bedarf an Zertifikaten anzupassen.
Weitere Informationen zum Zuteilungsdatenbericht im Menüpunkt Emissionswissen.

 

Ein unkorrekter oder unvollständiger Zuteilungsdatenbericht kann sich in Ihrer Unternehmenskasse böse bemerkbar machen, führt man sich vor Augen, dass eine automatische Zuteilungsanpassung die Folge ist, wenn der rollierende 2-Jahresmittelwert von der im Zuteilungsantrag genannten Aktivitätsrate mehr als 15 % abweicht.

Eine Zuteilungskürzung ist jedoch nicht das einzige Szenario was Ihnen als Betreiber blühen kann. Verpasste Chancen auf eine Erhöhung der kostenlosen Zuteilung sowie Bußgelder für unterlassene Pflichtmitteilungen bis zu 50.000 Euro können Ihnen das Leben als Betreiber schwer machen.

Insbesondere möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass eine unter Umständen vorgenommene Zuteilungsanpassung nicht klaglos hingenommen werden muss. Um im Rahmen der Anwendung von Wärme- oder Brennstoffbenchmark Fehlanreize zu verhindern, kann seitens der DEHSt von einer automatischen Zuteilungsreduktion abgesehen werden, sofern Sie nachweisen können, dass eine fallende Aktivitätsrate auf eine Effizienzsteigerung zurückzuführen ist. Genauso kann die DEHSt Ihnen aber auch eine Zuteilungserhöhung verweigern, wenn Sie Ihnen nachweist, dass eine gestiegene Aktivitätsrate nicht mit einer Produktionssteigerung einhergeht, sondern der Grund für diese in einer Effizienzverschlechterung liegt.

Sofern Sie im Frühjahr konkrete Hilfe zur Erstellung Ihres Zuteilungsdatenberichts benötigen und die Dateneingabe in das speziellen Formular-Management-System (FMS) der zuständigen Behörde DEHSt nicht übernehmen möchten, wenden Sie sich bitte umgehend an Emissionshändler.com®, um ein entsprechendes Angebot anzufordern. Wir übernehmen die Sichtung und Bewertung Ihrer Produktionsdaten und damit in Verbindung stehende Besonderheiten, wie z.B. fehlende Messwerte, Brennstoffwechsel, technische Änderungen an der Anlage, die die Aktivitätsraten beeinflussen.

Anschließend übernehmen wir für Sie zum einen im Zuge des Verifizierungsprozesses die oftmals zeitaufwendige Kommunikation mit Ihrem Verifizierer und zum anderen die Eingabe aller Daten in das spezielle Formular-Management-System (FMS). So bleibt Ihnen nur noch die Übertragung des fertigen Zuteilungsdatenberichts über die virtuelle Poststelle an die DEHSt.

Fühlen Sie sich ungerecht behandelt, da Ihnen die Zuteilung reduziert worden ist bzw. eine Zuteilungserhöhung verwehr wurde? Gerne schauen wir uns Ihren Sachverhalt an und unterstützen Sie dabei Ihre Interesse gegenüber der DEHSt vorzutragen.

Sobald Sie uns Ihr konkretes Anliegen geschildert haben, erstellen wir Ihnen umgehend ein individuelles Angebot.
Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!