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Kauf- und Verkauf von CO2-Zertifikaten als Forward

1. Die Situation bei einem EUA Kauf oder Verkauf

Gemäß den entsprechenden EU-Gesetzen und den nationalen Zuteilungsgesetzen bekommen Anlagenbetreiber im Zeitraum 2008-2012 von ihrer zuständigen Behörde CO2-Zertifikate (EUA), die sie entsprechend ihren tatsächlichen Emissionen in 2008-2012 zurückgeben müssen. Eventuelle Überschüsse können frei am Markt verkauft werden, eventuelle Unterdeckungen müssen gekauft werden.
Hierbei ergibt sich fast immer, dass ein Bedarf an zusätzlichen CO2-Zertifikaten zu einem Zeitpunkt erkannt wird, wenn das Unternehmen entweder kein Geld zum Kauf hat oder wenn die Preise der Zertifikate im Moment als zu hoch erscheinen. Bei Unternehmen, die Zertifikate übrig haben, ergibt sich oft der Fall, dass diese verkauft werden könnten, aber der momentane Preis zu niedrig ist. Ebenso kommt es vor, dass es scheint, dass Preise ständig steigen bzw. fallen. In diesen Fällen stellt sich die Frage, inwieweit bei jetzigem oder bei späterem Bedarf an Zertifikaten agiert werden soll bzw. wie bei jetzt schon erkennbaren Überbeständen verfahren werden soll.
Nicht selten ist auch das Problem, dass die Liquidität eines Anlagenbetreibers sehr schwankt, z. B. durch den notwendigen Kauf von günstiger Kohle oder Gas im Frühjahr. Statt umständliche und teure Kredite für den Kauf von Kohle bei normalen Banken zu beantragen, kann hier teilweise auch mit Forward-Verträgen des CO2-Handels geholfen werden.

2. Der Unterschied zwischen Spot-Handel und Forward-Handel bei CO2-Zertifikaten

Beim Kauf oder Verkauf von EUA wird unterschieden, ob die Transaktion Geld gegen Zertifikate oder Zertifikate gegen Geld sofort stattfindet (Spot-Handel) oder in die Zukunft zu einem festgelegten Zeitpunkt vereinbart wird (Terminhandel). Hierbei wird noch unterschieden in die Varianten Forward-Handel und Future-Handel.

Als Future-Handel wird ein Handel mit stark standardisierten Produkten (meist an Börsen) bezeichnet. Ein Forward-Handel ist individualisierbar, und von daher bei CO2-Termingeschäften besser einsetzbar. Oftmals wird jedoch im täglichen Sprachgebrauch des CO2-Handels nur von einem CO2-Termingeschäft oder einem CO2-Future gesprochen. Korrekt wäre jedoch der Begriff CO2-Forward, wenn es um einen individuellen Vertrag geht zwischen einem Anlagenbetreiber und z. B. einer Bank.
Nachfolgend soll sich mit den Vor- und Nachteilen des Forward-Handels beschäftigt werden sowie mit den Chancen und Risiken für Teilnehmer des CO2-Handels in Europa.
Grundsätzlich ist dabei festzustellen, dass sich viele Anlagenbetreiber mit dieser Möglichkeit des Emissionshandels noch nicht beschäftigt haben bzw. mangels detaillierter Informationen und zuverlässiger Beratung davor zurückschrecken, diese Möglichkeit der Geldeinnahme oder von günstigen Zertifikaten  zu nutzen.
Während beim CO2-Spothandel Geld und Zertifikate sozusagen im fast gleichzeitigen Tausch physisch den Besitzer wechseln (Ware gegen Geld oder Geld gegen Ware), ist dies beim Forward-Handel grundsätzlich anders geregelt. Dort wird mit einem Vertrag mit heutigem Datum ein Geschäft an einem zukünftigen, individuell vereinbarten Tag geschlossen. An diesem Tag in der Zukunft wird dann das Geschäft physisch abgewickelt: Geld gegen Ware oder Ware gegen Geld. Der wesentliche Unterschied zu einem Spothandel ist der, dass bereits zum Vertragsdatum ein Preis für die Ware CO2 festgelegt wird, der dann auch so am Lieferdatum (Erfüllungsdatum) in der Zukunft gilt und sich nicht mehr verändern kann.

3. Wer darf einen CO2-Forward-Vertrag anbieten oder abschließen?

Forward-Verträge sind Verträge in die Zukunft, bei denen oftmals erhebliche Mengen an Ware (hier CO2) und Geld eine Rolle spielen. Von daher bergen Forward-Verträge für beide Vertragsparteien dann ein Risiko, wenn eine der Parteien ihre Verpflichtungen nicht erfüllen kann. Aus diesem Grunde werden Forward-Verträge fast immer nur von Banken im CO2-Handel angeboten sowie von wenigen, spezialisierten Energiekonzernen und Handelsfirmen, die auch über entsprechende Lizenzen und Genehmigungen zum Terminhandel verfügen. Ein Terminhandel zwischen zwei CO2-Anlagenbetreibern ist zwar theoretisch möglich, aber aus Gründen des Risikos ist dringend davon abzuraten. Banken, Händler und Energiekonzerne, die CO2-Forwards in der EU anbieten, werden in aller Regel auch von den jeweiligen nationalen Behörden streng geprüft.

4. Die Verlässlichkeit des Handelspartners aus Sicht des Anlagenbetreibers

Da die Risiken für einen Handelspartner bei Ausfall des anderen Handelspartners gravierend sein können, stellt sich die Frage, wie dieses Ausfallrisiko im Vorfeld ausgeschlossen werden kann.
Der Anlagenbetreiber sollte sich einen Handelspartner suchen, der schon länger am Markt aktiv ist und über eine entsprechende Kapitalausstattung verfügt. Die Kapitaldecke des Handelspartners ist deshalb so wichtig, weil es sein kann, dass der Partner durch ein anderes CO2-Geschäft, welches ohne sein Verschulden ausfällt (ein anderer Geschäftspartner von ihm konnte nicht CO2 liefern oder kein Geld zahlen), selber in finanzielle Schwierigkeiten kommen und dann seine Zusagen an den Betreiber eventuell auch nicht einhalten kann. Aus diesem Grunde und auch wegen der noch länger anhaltenden Finanzkrise sollte die Auswahl der Handelspartner nach dem Kriterium eines möglichst geringen Risikos erfolgen und erst in zweiter Priorität nach dem Kriterium des finanziellen Ertrages. Hier wird schon erkennbar, dass ohne externe, unabhängige Hilfe eines Beraters gewisse Risiken bei Abschluss eines CO2-Forward-Vertrages nicht auszuschließen sind.

5. Die Verlässlichkeit des Handelspartners aus Sicht der Bank

Auch für den Handelspartner, der den CO2-Forward-Vertrag anbietet, besteht ein Risiko. Als Bank, Händler oder Energiekonzern muss damit gerechnet werden, dass der Forward-Vertrag zum Zeitpunkt der Lieferung von CO2 und der Bezahlung platzt. Das bedeutet, dass der Anlagenbetreiber – je nach Vertragsart Kauf oder Verkauf - entweder kein Geld oder keine Zertifikate hat. Der Grund kann sein, dass der Anlagenbetreiber entweder nicht liquide ist (Insolvenz) oder selber keine CO2-Zertifikate hat (aus welchem Grunde auch immer). Die eigentliche Problematik liegt darin, dass sich die Bank am Tage der Vertragsunterzeichnung in den meisten Fällen selber in einem Gegengeschäft die später an den Betreiber zu liefernden Zertifikate an der Börse besorgt. Oder die Zertifikate, die der Betreiber an die Bank in der Zukunft liefern wird, werden von der Bank am gleichen Tage der Vertragsunterzeichnung bereits weiterverkauft.
Wenn also dann am Tage der geplanten physischen Lieferung der Anlagenbetreiber kein Geld hat oder keine Zertifikate (je nach Art des Vertrages), kann dies für die Bank ein Totalausfall der Zertifikate oder des Geldes sein. Aus diesem Grunde wird sich eine Bank bei einem CO2-Forward-Vertrag immer den Anlagenbetreiber und seine Bilanzen genau anschauen. In vielen Fällen muss das Geschäft durch zusätzliche Sicherheiten, die der Betreiber bringen muss, abgesichert werden. Dabei gilt die Regel, je mehr Zeit zwischen dem Vertragszeitpunkt und dem Lieferzeitpunkt liegt,

  • desto größer ist das Risiko für die Bank
  • desto größer müssen die zusätzlich zu erbringenden Sicherheiten sein
  • desto mehr Ertrag benötigt die Bank, um zusätzlich interne Rückstellungen zu bilden für einen eventuellen Ausfall des Betreibers.

6. Die verschiedenen Arten eines CO2-Forwards

In der Regel werden CO2-Forwards - ähnlich wie Forward-Verträge im Strom – zum Dezember eines Jahres erfüllt. Das bedeutet, Geld und CO2 werden von der jeweiligen Partei an die andere Partei geliefert. Der 15. Dezember ist als ein Standardtermin definiert, der auch ein paar Tagen nach vorne vereinbart werden kann,    z. B. auf den 10.12.2011. Die Preise für CO2-Forwards können sich an Future-Börsen (Termin-Börsen) orientieren. Die dort angezeigten Preise sind für Außenstehende Anlagenbetreiber aber nur ein Anhaltspunkt und auch meist nicht tagesaktuell. Alle anderen Erfüllungstermine sind Termine, die nicht Standard sind und können daher von dem Forward-Anbieter individuell kalkuliert werden. Damit sind sie schwieriger vergleichbar und kosten in der Regel etwas mehr.



Beispiel 1 - Kauf von CO2 als Standard-Forward
Zu einem Vertragsdatum 20.02.2013 wird vereinbart, dass zu einem Erfüllungsdatum 15.12.2017 eine Menge von 20.000t EUA vom Anlagenbetreiber an die Bank zum Preis von 12,56 Euro/t geliefert wird. Dies wäre ein Standardtermin, zu dem die Bank einen Preis machen würde, der dem an der Terminbörse  angebotenen Preis sehr ähnlich sein dürfte.

Beispiel 2 – Verkauf von CO2 als Non-Standard-Forward
Zu einem Vertragsdatum 20.02.2013 wird vereinbart, dass zu einem Erfüllungsdatum 10.07.2017 eine Menge von 20.000t EUA von einer Bank an einen Anlagenbetreiber zum Preis von 12,97 Euro/t geliefert wird, Dies wäre kein Standardtermin. Dadurch kalkuliert die Bank einen Preis, der dem Durchschnitt eines Forwards zwischen Dezember 2016 und Dezember 2017 entspricht plus zusätzliche Kosten für die Standardabweichung.

Beispiel 3 – Verkauf von CO2 als Standard-Forward mit Risikoabschlag
Zu einem Vertragsdatum 20.02.2013 soll vereinbart werden, dass zu einem Erfüllungsdatum 15.12.2018 eine Menge von 85.000t EUA vom Anlagenbetreiber an die Bank geliefert werden soll, zu einem Preis, der dem an der Terminbörse für den Dezember 2018 ähnlich ist, z. B. von 13,36 Euro/t.
In diesem Falle jedoch liegt zwischen dem Vertragsdatum und dem Erfüllungsdatum soviel Zeit, dass das Risiko der Bank eigentlich zu hoch ist, obwohl die Bilanzen des Unternehmens gut aussehen. In diesem Falle wird die Bank eventuell auf die Ausstellung von zusätzlichen Sicherheiten verzichten, sich aber das Geschäft durch einen höheren Ertrag (für Risikorückstellungen für den Fall der Insolvenz des Unternehmens) absichern. In der Praxis bedeutet das, dass der letztlich vertraglich vereinbarte Preis im Vertrag rund 0,80 Euro niedriger liegt, als er an der Terminbörse wäre.

7. Welche Zertifikate können wann und wo als Forward/Future gehandelt werden?

Im Zeitraum 2008-2020 können als CO2-Future EUA2 und EUA3 Zertifikate und CER/ERU-Zertifikate an Börsen gehandelt werden.
CO2-Forwards werden bilateral gehandelt, z. B. zwischen einem Anlagenbetreiber und einer Bank. Die Bank wiederum sichert sich in einem Gegengeschäft durch einen standardisierten CO2-Future an der Börse ab.
Der Handel an Börsen kann nur durch Börsenmitglieder erfolgen. Mitglied einer Börse zu werden ist ein längeres Verfahren, welches Zeit braucht, Kosten verursacht und vor allem ein höheres Wissen und Erfahrung voraussetzt. Mitglieder von CO2-Termin-Börsen sind:

  • Banken, die sich im CO2-Handel betätigen,
  • Energiekonzerne,
  • CO2-Handelshäuser.

Da der Future-Handel (auch Termin-Handel genannt) in der Regel zum Zwecke eines Handelsgeschäftes erfolgt und nicht zum Zwecke eines konkreten Bedarfes an CO2, sind im Terminhandel nur sehr große, kapitalstarke Banken tätig, einige wenige Energiekonzerne und nur in Ausnahmefällen Händler, die auf eigene Rechnung arbeiten.

8. Der doppelte Forward-Vertrag (SWAP)

Der doppelte Forward-Vertrag ist eine Besonderheit des Termin-Handels. Er wird zum Beispiel beim CO2-Tausch EUA zu CER oder ERU eingesetzt. Diesen EUA-CER Tausch haben wahrscheinlich schon mehr als 20% aller dafür in Frage kommenden Anlagenbetreiber in Europa gemacht (Spot-Tausch 50-60%). Dabei werden zwei Forward-Verträge miteinander kombiniert. In einem Vertrag werden also zwei Transaktionen in der Zukunft vereinbart. Einmal der Verkauf von EUA und einmal der Kauf von CER oder ERU. Dies bringt dem Betreiber eine schöne Bonus-Zahlung der Bank ein. Im Jahre 2008 bis zu 11,50 Euro/t Tauschvolumen, in den Jahren 2009-2012 von 1 Euro bis 7 Euro schwankend.

Beispiel 4 – EUA-CER-Tausch als Standard-Tausch-Forward-Vertrag mit späterem Geld-Bonus
Zu einem Vertragsdatum 20.02.2012 wird vereinbart, dass zu einem Erfüllungsdatum 15.12.2012 eine Menge von 20.000t EUA vom Anlagenbetreiber an die Bank zum Preis von 12,56 Euro/t geliefert wird. Im gleichen Vertrag wird außerdem vereinbart, dass die Bank 20.000t CER am gleichen Tage an den Anlagenbetreiber liefert zum Preis von 10,06 Euro/t. Die Zertifikate wechseln also den Besitzer. Die Gelder für den Kauf/Verkauf werden gegeneinander aufgerechnet. Die Differenzmenge von 2,50 Euro/t wird dem Anlagenbetreiber 5 Tage später von der Bank ausgezahlt (auch Bonuszahlung genannt).

Beispiel 5 – EUA-CER-Tausch als Non-Standard-Tausch-Vertrag mit späterem Zertifikate-Bonus
Zu einem Vertragsdatum 20.02.2012 wird vereinbart, dass zu dem individuell vereinbarten Erfüllungsdatum 15.03.2013 eine Menge von 20.000t EUA vom Anlagenbetreiber an die Bank zum Preis von 11,66 Euro/t. geliefert wird. Im gleichen Vertrag wird außerdem vereinbart, dass die Bank 20.000t CER am gleichen Tage an den Anlagenbetreiber liefert zum Preis von 10,06 Euro/t. Der Bonus in Höhe von 1,60 Euro/t = 32.000 Euro würde jedoch nicht ausgezahlt werden, sondern in zusätzlichen Zertifikaten am 15.03.2013 geliefert werden. Hierbei kann sich der Anlagenbetreiber aussuchen, ob er 3.181 zusätzliche CER-Zertifikate (32.000 Euro: 10,06 Euro/CER) oder  2.744 zusätzliche CER-Zertifikate erhalten möchte (32.000 Euro: 11,66 Euro/EUA).

Beispiel 6 – EUA-CER-Tausch als Standard-Tausch-Vertrag mit sofortigem Geld-Bonus
Zu einem Vertragsdatum 20.02.2012 wird vereinbart, dass zu einem Erfüllungsdatum 15.03.2012 eine Menge von 20.000t EUA vom Anlagenbetreiber an die Bank zum Preis von 13,26 Euro/t geliefert wird. Im gleichen Vertrag wird außerdem vereinbart, dass die Bank 20.000t CER am 15.12.2012 an den Anlagenbetreiber liefert zum Preis von 10,06 Euro/t. Die Zertifikate werden also getauscht, d. h. der Betreiber gibt seiner Registerbehörde im April 2013 keine 20.000 EUA, sondern 20.000 CER zurück. Das Bonus-Geld, d. h. die Differenz zwischen 13,26 und 10,06 = 3,20 x 20.000t = 64.000 Euro werden dem Anlagenbetreiber sofort ausgezahlt, d. h. 5 Tage nach dem 15.03.2012. Sollte der Betreiber zum Termin 15.03.2012 noch keine EUA auf seinem Register-Konto haben, verschiebt sich der Liefertermin an die Bank bis die Zertifikate kommen.

Beispiel 7 – CER-Verleihung als Standard-Verleih-Vertrag mit Geld-Bonus
Zu einem Vertragsdatum 20.02.2013 wird vereinbart, dass zu einem Erfüllungsdatum 15.12.2013 eine Menge von 20.000t CER-Zertifikaten vom Anlagenbetreiber an die Bank zum Preis von 3,08 Euro/t geliefert wird. Im gleichen Vertrag wird außerdem vereinbart, dass die Bank 20.000t CER-Zertifikate am 15.12.2014 an den Anlagenbetreiber liefert zum Preis von 3,88 Euro/t. Die Zertifikate werden durch den Betreiber also sozusagen  an die Bank „ausgeliehen“. Hierbei handelt es sich aber eindeutig um einen Verkauf mit gleichzeitig vereinbartem Kauf. Die Bank zahlt dafür die Differenz zwischen den beiden CER-Zertifikate-Lieferungen als Leihgebühr von 0,80 Euro/t, d. h. von 16.000 Euro 5 Tage nach dem Erfüllungstermin, d. h. am 20.12.2014. Zu beachten ist hier, dass die Leihgebühr individuell verhandelt werden muss. Außerdem können diese doppelten CER-Forwards nur von den Betreibern getätigt werden, die zum Erfüllungsdatum sicher über CER verfügen werden (z. B. durch einen vorher vereinbarten EUA-CER-Tausch).

Beispiel 8 – EUA-Verleihung als Non-Standard-Verleih-Vertrag mit Zuzahlung
Zu einem Vertragsdatum 20.02.2015 wird vereinbart, dass zu einem Erfüllungsdatum 15.03.2015 eine Menge von 100.000t EUA-Zertifikaten vom Anlagenbetreiber an die Bank zum Preis von 7,08 Euro/t geliefert wird. Im gleichen Vertrag wird außerdem vereinbart, dass die Bank 100.000t EUA-Zertifikate am 15.12.2015 an den Anlagenbetreiber liefert zum Preis von 7,88 Euro/t. Die Zertifikate werden durch den Betreiber also sozusagen an die Bank „ausgeliehen“. Hierbei handelt es sich aber eindeutig um einen Verkauf mit gleichzeitig vereinbartem Kauf. 5 Tage nach Lieferung der EUA an die Bank zahlt diese den Verkaufserlös von 708.000,00 Euro an den Betreiber.
Da der Preis für die verkauften Zertifikate aber niedriger liegt als der Preis für die gekauften Zertifikate, muss der Betreiber für den Rückerhalt seiner Zertifikate am 15.12.2015 an die Bank die Summe von 788.000,00 Euro zahlen. Also einen Betrag von 80.000 Euro mehr, als er zuvor bekommen hat. Das entspricht einem Zinssatz von 0,882% pro Monat, d. h. von 10,58% pro Jahr. Für den Fall, dass der Betreiber damit einen anderen, teureren Kredit ablösen möchte bzw. den CO2-Forward für eine kurzfristige neue Kreditaufnahme benutzt, ist dies eine mögliche Alternative, die aber sorgfältig geprüft werden sollte.

9. Der Forward-Vertrag, der mit einem Spot-Handel gekoppelt ist

Ein Forward-Vertrag, der mit einem Spot-Handel gekoppelt ist, darf wie alle bisherigen Bespiele auch nur von einem im Terminhandel oder Spothandel an einer Börse zugelassenen Unternehmen angeboten werden. Dieser Vertrag wird relativ selten vereinbart, weil in der Regel ja schon vorher zu besseren Marktpreisen ein doppelter Forward-Vertrag geschlossen werden konnte.
Dieser gekoppelte Forward-Spot-Vertrag wird vor allem von Unternehmen bevorzugt, die sich nur langsam an die Möglichkeiten des Terminhandels herantasten möchten und auch über keine Berater verfügen, die ihnen bei der Abwicklung helfen. Es ist in der Regel die wirtschaftlich unattraktivste Variante des EUA-CER-Tausches.  

Beispiel 9 – EUA-CER-Tausch als Spot-Forward-Kombination mit sofortigem Geld-Bonus

Der Anlagenbetreiber verfügt aufgrund einer bereits erfolgten Zuteilung ab dem 10.03.2011 auf seinem Registerkonto über EUA-Zertifikate. Zu einem Vertragsdatum 15.03.2011 wird vereinbart, dass zu einem Erfüllungsdatum 20.03.2011 eine Menge von 20.000t EUA vom Anlagenbetreiber an die Bank zum Preis von 11,33 Euro/t geliefert wird. Im gleichen Vertrag wird außerdem vereinbart, dass die Bank 20.000t CER am 15.12.2012 an den Anlagenbetreiber liefert zum Preis von 10,46 Euro/t. Die Gelder für den Kauf/Verkauf werden gegeneinander aufgerechnet. Die Differenzmenge von 0,87 Euro/t wird dem Anlagenbetreiber 5 Tage nach dem EUA-Lieferdatum an die Bank ausgezahlt, d. h. am 25.03.2011.

10. Die Vorteile eines Forward-Vertrages

Die Vorteile eines Forward-Vertrages liegen in seiner Konstruktionsart begründet. Ein Forward bringt Sicherheit in der Zukunft, weil er Mengen und Preise festschreibt, die sich nicht mehr verändern, unabhängig davon, was sich zwischen Vertragsdatum und Erfüllungsdatum für Preisentwicklungen an der CO2-Börse ergeben. Insofern ist der Kauf oder Verkauf von CO2 mit dem Instrument eines Forward-Vertrages eine sichere und vor allem berechenbare Angelegenheit. Es wird bei einem Bedarf an CO2-Zertifikaten oder einem Überschuss an Zertifikaten nicht auf steigende oder fallende Preise gehofft, sondern geplant, vorausschauend und aktiv am Markt mit CO2 teilgenommen. Wer die Volatilitäten (Preisschwankungen) des CO2-Marktes in den letzten 8 Jahren verfolgt hat, der weiß, dass CO2-Zertifikate im Preis zwischen 30 Euro und 0,01 Euro pro Tonne schwankten.
Deshalb ist eine der beiden möglichen Alternativen zum Forward-Vertrag - nichts zu tun und zu warten - genau genommen eigentlich eine gefährliche „Spekulation“ ohne jede Strategie.
Die zweite Alternative wäre der Spot-Handel. Dieser ist aber deutlich ungeeigneter, um eine CO2-Handelsperiode bei Bedarf oder Überschuss an Zertifikaten systematisch zu planen und ohne böse Überraschungen zu überstehen. Der Spot-Handel kann nur ein momentanes Instrument sein, um überraschend und ungeplant auftretenden Bedarf oder Überschuss an Zertifikaten zu kaufen oder zu verkaufen.

11. Die Nachteile eines Forward-Vertrages

Die Nachteile eines Forward-Vertrages liegen sicherlich in der Tatsche begründet, dass sich ein Anlagenbetreiber in der Regel mit einem solchen Vertragswerk noch nie beschäftigt hat. Von daher hat er keinerlei Erfahrung, worauf er in den Vertragsklauseln zu achten hat, welche Nebenbedingungen wichtig sind, welche Aufgaben bei ihm liegen und welche sonstigen Chancen und Risiken in diesen Verträgen liegen. Zudem besteht wie schon dargestellt ein theoretisches Restrisiko, dass ein Vertragspartner/eine Bank gewählt wird, die zum Zeitpunkt der Erfüllung ihren Verpflichtungen nicht ausreichend nachkommt. Das offensichtlichte Problem ist aber, dass ein Betreiber den ihm von der Bank offerierten Preis nicht ausreichend bewerten kann. Die Bank wird alle ihre Kosten, Risiken, Gewinne, Unsicherheiten bezüglich der Bonität des Betreibers sowie Provisionen und Marktpreisschwankungen in einen Abschlag packen. Dieser Preisabschlag  ist der Unterschied zwischen einem (für 60 Minuten befristeten) Preisangebot und einem Referenzpreis an einer CO2-Terminbörse in Europa.

12. Die Ausschaltung der Nachteile eines Forward-Vertrages

Alle beträchtlichen Vorteile eines Forward-Vertrages können durch den Betreiber genutzt werden, wenn es ihm gelingt, möglicht alle Nachteile auszuschalten. Hier wird er aber mangels Erfahrung und ohne externe Hilfe alleine keinen Erfolg  haben.
Der Lösungsansatz liegt daran, dass man mit Hilfe eines unabhängigen Beraters – der die Interessen des Unternehmens wahrnimmt und auch am Ergebnis beteiligt wird -  die Problematiken „Sicherheit“ und „Ertrag“ optimiert.

13. Die Sicherheits-Problematik – Festlegung des eigenen Sicherheitsbedürfnisses/Auswahl potenzieller Vertragspartner

Einerseits liegen die Sicherheit und die zu vermeidenden Nachteile eines Vertrages in den Vertragsklauseln begründet, die niemals nur die Interessen der Bank berücksichtigen dürfen, sondern idealerweise möglichst alle Interessen des Anlagenbetreiber berücksichtigen.
Andererseits gilt es – auch in schwierigen weltwirtschaftlichen Zeiten - eine Bank zu finden, die dem Betreiber die maximale Sicherheit bietet, dass dieser auch seine Zusagen in der Zukunft erfüllt.
Hier bietet es sich an, dass man  bei den drei möglichen Alternativen von zugelassenen Börsenteilnehmern (Anbietergruppen):

  • Banken, die sich im CO2-Handel betätigen
  • Energiekonzerne
  • CO2-Händelshäuser


bezüglich ihrer Bonität und Sicherheit systematisch Prioritäten setzt.
Unsere Empfehlung lautet hier eindeutig, dass alle drei möglichen Anbietergruppen dann in Frage kommen, wenn diese entsprechenden Unternehmen:

  • Priorität 1: zu 100% im Besitz eines europäischen Staates sind
  • Priorität 2: zu 50,1% bis 99,9 % im Besitz eines europäischen Staates sind
  • Priorität 3: zu einem Anteil von 1-50,0% im Besitz eines europäischen Staates sind
  • Priorität 4: nicht in Staatsbesitz sind, aber bisher eine langjährige, gute Geschäftsbeziehung mit dem Unternehmen bestand und nach heutigen Erkenntnissen zu erwarten ist, dass das Unternehmen sich nicht an Spekulationen im internationalen Immobilienbereich beteiligt hat


Zu allen weiteren Anbietern, die nicht in die Aufstellung der Priorität 1-4 passen, kann derzeit keine besondere Empfehlung gegeben werden. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass diese gefährdet wären.

14. Die Sicherheits-Problematik – Nicht vorteilhafte Verträge und Risiken in Vertragsklauseln

Generell kann gesagt werden, dass die Prüfung eines von der Bank vorgelegten Forward-Vertrages einen erheblichen Aufwand bedeuten kann, da bis zu 100 Seiten inkl. Nebenverträge geprüft werden müssen.
Grundsätzlich ist es natürlich so, dass der von der Bank vorgeschlagene Vertragstext vorwiegend die Interessen der Bank berücksichtigen wird. Von daher ist ein ausgewogener Vertragstext nicht automatisch zu erwarten, er muss unter Umständen erkämpft werden. 
Generell muss auch jedem Anlagenbetreiber, der einen solchen Vertrag unterschreibt, klar sein, dass der Vertrag keine Handelsberatung beinhaltet. Der Kunde möchte eine Menge CO2 kaufen oder verkaufen. Die Bank wird den Kunden nicht beraten, ob er dies generell machen soll oder nicht. Sie wird ihm auch nicht zu einem späteren Vertrags-Zeitpunkt raten, obwohl dies sinnvoll sein kann (weil dann z. B. die Preise besser sind). Auch zur Menge wird sie ihm nichts sagen, ob diese zuviel oder zuwenig ist und ob eine Teil-Menge zu einem späteren Zeitpunkt bessere Preise bringen könnte.
Eine Bank wird zudem die meist im Vertrag vorhandenen Schadensersatzklauseln nicht freiwillig mit Beispielen erläutern. Solche Klauseln sind oft so komplex, dass der Berater der Bank diese auch selbst nicht sofort erklären kann
Eine weitere Vertragsproblematik ist die, dass eine Bank naturgemäß alle Sicherheiten von einem Unternehmen nehmen will, die sie bekommen kann. Das führt dazu, dass es Banken gibt, die sich bei CO2-Forward-Geschäften Firmeneigentum wie z. B Grundstücke als Sicherheit verpfänden lässt. Das ist ein enorm aufwendiger Vorgang, der viel Zeit und Arbeit erfordert und eigentlich auch nicht im Interesse des Unternehmens liegen kann. Oftmals gibt es dazu Alternativen, die dem Betreiber von der Bank verschwiegen werden, da diese daran kein Interesse hat.

Die gesamte vorgenannte Sicherheits-Problematik kann erfahrungsgemäß mit einem externen, unabhängigen und erfahrenen Berater gelöst werden, der in vergleichbaren Projekten in internationalem Umfeld nachweisbar erfolgreich tätig war. In einem zuvor abzuschließenden Beratervertrag könnte dabei als Besonderheit vereinbart sein, dass der Berater ein Honorar nur dann bekommt, wenn der Anlagenbetreiber den Forward-Vertrag mit einer Bank abschließt. Kommt kein Bankvertrag zustande (z. B. weil der Betreiber mit dem Bankvertrag nicht einverstanden ist), bekommt der externe Berater kein Honorar.

15. Ein besonderes Kapitel ist die Vertragssprache

Emissionshandel ist international und wird zu über 90% an internationalen Börsenplätzen abgewickelt. Aus diesem Grunde ist es vollkommen normal, dass auch bilaterale Verträge großer Marktteilnehmer in englischer Sprache abgefasst sind. Auch die deutsche Sprache wird oftmals noch angeboten, da Deutschland die meisten CO2-Emissionen und Anlagenbetreiber in Europa hat.
Die Banken haben in aller Regel kein Interesse, Verträge in den verschiedenen Landesprachen, z. B. in Polnisch anzubieten. Der Aufwand wäre zu hoch. Auch eine Änderung der Standard-Verträge - die der Anlagenbetreiber ja unbedingt anstreben sollte ! - ist schwierig und damit fast unmöglich.
Insofern ist es aus Sicht eines Betreibers sehr problematisch, wenn er nur seine Landessprache als die in Frage kommende Vertragssprache definiert. Damit wird er den Kreis der Anbieter extrem stark reduzieren und damit in der Regel auch nicht mehr die Möglichkeit haben, Vertrags-Banken zu finden, die sich in Staatsbesitz befinden.
Die Lösung kann hierbei liegen, dass der Forward-Vertrag alternativ in Englisch oder in Deutsch angeboten wird mit einer zusätzlichen französischen oder polnischen Übersetzung, die aber nicht die rechtlich bindende ist. Dies ist eine Variante, die im Prinzip die Interessen beider Vertragsparteien angemessen berücksichtigt.
Ideal für den Betreiber ist es natürlich, wenn er auf eine eigene Vertragsversion zurückgreifen kann, die seine Interessen fair berücksichtigt und die er der Bank vorschlagen kann.
In aller Regel werden sich aber Banken nur darauf einlassen, wenn sie merken, dass sie beim Kunden in einem aktuellen Wettbewerb sind und auch das Vertragsvolumen entsprechend hoch ist.

16. Die Problematik der Preiskalkulation eines Forward-Vertrages

Nach Abschluss der Vertragsverhandlungen zu allen relevanten Bedingungen wird von einer Bank seiner Wahl dem Anlagenbetreiber beispielsweise am 30.01.2009 um 15.00h ein Preisangebot von 12,70 Euro/t vorgelegt. Der Preis bezieht sich auf ein Erfüllungsdatum 15.12.2012, an dem die Lieferung von 150.000t EUA erfolgen soll.
Die Frist zur Annahme des Angebotes läuft um 16.00h ab. Der Betreiber hat keinerlei Möglichkeit, die Preisgestaltung zu überprüfen, da ja in der Regel auch kein zweiter, genau gleichartiger Forward-Vertrag einer zweiten Bank vorliegt. Eine alternative Bank gäbe auch keinen Preis ab, außer der Betreiber würde sofort seinen Forward-Vertrag unterschreiben. Dies würde der Betreiber selbstverständlich ablehnen müssen, weil er den Vertrag noch nie gesehen hat. Ebenso die Bank, weil sie die Bilanzen des Unternehmens nicht kennt.
Von daher würde ein Preis-Vergleich tatsächlich nur sinnvoll sein, wenn wirklich 2 oder 3 Forward-Verträge verschiedener Banken mit gleichen Bedingungen, gleichen Nebenklauseln und gleichen Risiken nebeneinander liegen würden. Dies wäre ein riesiger, nicht zu vertretender Aufwand, den sich ein mittlerer oder kleinerer Anlagenbetreiber sowieso nicht leisten kann und will und zudem die Kenntnisse dazu nicht haben kann. Zudem würde sich wegen der in der Regel notwendigen Bonitätsprüfungen wahrscheinlich ergeben, dass zusätzliche Sicherheiten durch den Betreiber zu stellen sind. Das Unternehmen des Betreibers würde niemals auf die Idee kommen, gleichzeitig zwei oder drei Banken Sicherheiten anzubieten bzw. auch tatsächlich zu überschreiben.
In der oben beschriebenen Situation hat der Betreiber als einziges die Möglichkeit, sich an einer CO2-Future-Börse einen ungefähren Referenzpreis zu besorgen. An der Börse war in diesem Falle am 30.01.2009 in den Spalten Best Bid oder Best Ask  mangels Angebot und Nachfrage für 2012 nichts zu finden. Der letzte „Abgerechneter Preis“ ist vom Vortag und wird mit 13,29 Euro/t EUA für eine Lieferung zum Dezember 2012 angegeben.

An diesem Beispiel kann gezeigt werden, dass das Angebot von 12,70 Euro/t nicht prüfbar ist, da selbst der Vergleichswert von 13,29 Euro/t ein alter Wert ist und damit nicht aktuell verglichen werden kann. Selbst wenn der Wert 13,29 Euro/t am 30.01.2009 in der Spalte „Best Bid“ stehen würde, ist immer noch die Bank als Handelspartner dazwischen, die ihre gesamte Arbeit, Zeit, Risiko, Provisionen bezahlt haben möchte und zudem hohe interne Vorgaben für ihren Gewinn erfüllen muss.
Nehmen wir an, dass nun aber auch am 30.01.2009 der Wert für „Best Bid“ bei 13,29 Euro/t läge, könnte die Bank den Deal an der Börse durchführen. Der Differenzbetrag zwischen 13,29 Euro/t und 12,70 Euro/t mal 150.000t = 70.800,00 Euro wäre der Brutto-Gewinn der Bank aus diesem Geschäft.

Der Lösungsansatz liegt darin, die Kalkulation der Bank so geschickt zu prüfen und in Frage zu stellen, dass sich der Aufwand in Grenzen hält. Dies gelingt dadurch, dass sich der Anlagenbetreiber in einem frühen Stadium seiner Überlegungen ein externes Unternehmen sucht, das Erfahrungen im CO2-Handel mitbringt und zudem die „Einkaufspreise“ der Bank an der Börse teilweise mit überwachen kann. Von daher sollte ein CO2-Händler mit Beratungserfahrung gewählt werden, der gleichzeitig Mitglied an einer CO2-Börse ist. Dieses Unternehmen sollte keine Bank sein und schon gar nicht die Bank selbst, mit der man einen Forward-Vertrag abschließen möchte.

17. Zusammenfassung und Fazit zu CO2-Forward-Verträgen

Die Vorteile eines Forward-Vertrages liegen klar auf der Hand. Ein CO2-Forward-Vertrag ist das beste Mittel, um jederzeit – auch in Zeiten hoher Preisschwankungen - einen Überbestand an CO2-Zertifikaten zu verkaufen oder aber einen Bedarf an Zertifikaten zu decken. Eine langfristige Planung ist damit nach den Grundsätzen eines guten Kaufmannes möglich. Große Risiken (bis zur Insolvenz) für das Unternehmen, die ansonsten durch die EU-Regeln zum Emissionshandel am Ende einer Handelsperiode versteckt und verschoben werden könnten, können dadurch vermieden werden.
CO2-Zertifikate und deren Kosten und Erträge werden zu einer berechenbaren Angelegenheit. Es wird nicht einfach nur planlos gehofft, dass der CO2-Preis steigt oder fällt, sondern es wird vorausschauend und aktiv am Markt mit CO2-Zertifikaten teilgenommen.
Trotz dieser Vorteile eines CO2-Forwards gilt es, die Restrisiken eines solchen Vertrages zu eliminieren.
Wer sich hierzu einen geeigneten externen und erfahrenen Berater sucht, der wird viel Freude an der Planbarkeit und Flexibilität von CO2-Forward-Verträgen haben. Die Kriterien für ein Beratungsunternehmen sollten dennoch hoch angesetzt werden:

  • Teilnehmer bei einer oder mehreren CO2-Börsen
  • CO2-Händler oder Handelshaus, d. h. CO2-Geschäfte werden auf eigene Rechnung gemacht
  • Makler-Unternehmen, d. h. CO2-Geschäfte werden vermittelt
  • Beratungsunternehmen mit Erfahrung in der CO2-Handelsberatung
  • Beratungsunternehmen mit Erfahrung in den technischen Aspekten des Emissionshandels (Monitoringkonzept, CO2-Jahresbericht, Brennstoff-Management)
  • Möglichst viele zufriedene Kunden, die als Referenz angeboten werden können

Im Idealfall könnte das Beratungsunternehmen alle vorgenannten Eigenschaften, Erfahrungen und Kenntnisse haben. Ein solches Unternehmen zu finden wird nicht leicht sein, da ja auch beachtet werden sollte, dass es keine Bank sein darf.
Dennoch ist eines der Auswahl-Kriterien herauszuheben: Wenn vom Unternehmen kein Zugang zu einem Börsensystem geboten werden kann, dann ist von diesem Beratungsunternehmen abzuraten (sofern es Alternativen gibt), da dieses Kriterium am meisten zum wirtschaftlichen Erfolg eines Anlagenbetreiber beitragen wird. Ansonsten ist eine Kontrolle von nicht transparenten Preisgestaltungen von Banken nicht möglich.

17.12.2017 Preise

++EUA buy 7,78/t++CER2 0,49 Euro/t

Emissionsbrief Nr. 11-2017

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Emissionsbrief Nr. 10-2017

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Emissionsbrief Nr. 09-2017

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Emissionsbrief Nr. 08-2017

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Emissionsbrief Nr. 04-2017

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Emissionsbrief Nr. 13-2016

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