Die Mitteilung zum Betrieb

Hier werden kostenlose Zuteilungen überwacht!

Die Erstellung der jährlichen Mitteilung zum Betrieb (MzB) zählt zu den Hauptpflichten eines Anlagenbetreibers, sofern dieser eine kostenlose Zuteilung beantragt hat, wovon man generell aus wirtschaftlichen Gründen ausgehen kann.
In einer Mitteilung zum Betrieb werden durch den Betreiber jährlich im Januar eines Jahres interne Daten des Betriebes zusammengetragen, aus denen hervorgehen muss, wie hoch die Produktmenge des Betriebes im Vorjahr war, d. h. wieviel Zement, Glas, Papier, Wärme, etc produziert wurde und auch wie diese Produktmenge im Verhältnis zur verbrauchten Primärenergie (Gas, Ol, Kohle, etc.) stand (Aktivitätsrate).

Die vom Anlagenbetreiber zu erstellende Mitteilung zum Betrieb deckt in jedem Falle immer zwei Zeiträume ab. Es ist dies der Bericht über das vergangene Kalenderjahr und es ist eine Prognose für das laufende, bzw. beginnende Kalenderjahr. Die MzB wird in einem Software-Management-System (FMS) der DEHSt erstellt und über eine virtuelle Poststelle (VPS) der Behörde verschlüsselt und sicher übermittelt.

Da ein jeder Betreiber am Anfang einer Handelsperiode auf Antrag zuvor eine bestimmte Menge kostenloser Emissionszertifikate zugeteilt bekommen hat, wird nun durch das Ergebnis der jährlichen MzB ermittelt, ob dieses Verhältnis von Produkt zur Menge der kostenlosen Zuteilung so bleiben kann oder ggfs. reduziert werden muss.
Insofern werden entsprechend dem Ergebnis der MzB bei Unterschreiten bestimmter Prozent-Stufen der Aktivitätsrate durch die nationale Behörde (in Deutschland DEHSt) eine automatische Anpassung der kostenlosen Zuteilung nach unten vorgenommen. Bei einer Zunahme der Produktivitätsrate über bestimmte Prozent-Stufen hinaus kann unter bestimmten weiteren Bedingungen eine Erhöhung der kostenlosen Zuteilung auf Antrag erfolgen.