Der Primärmarkt - Woher kommen die EUA?

Alles gratis – das war einmal!

Die Emissionszertifikate (EUA) werden durch die EU entweder im Rahmen von Zuteilungsverfahren kostenlos an die emissionshandelspflichtigen Unternehmen ausgegeben oder kostenpflichtig verauktioniert. Jedes Unternehmen kann an den Auktionen teilnehmen.
Mit dem Ziel, das Auktionsprinzip als Grundzuteilungsverfahren zu etablieren, wurde seit Beginn des Emissionshandels in 2005 die kostenlose Zuteilung sukzessive zurückgefahren. Mittlerweile werden mehr als 50 % der Zertifikate über Auktionen ausgegeben.
Grundsätzlich gilt, kann ein Unternehmen seinen Bedarf an EUA nicht über die kostenlose Zuteilung decken, muss es die fehlenden EUA über Auktionen oder den Sekundärmarkt erwerben.

 

Der Sekündärmarkt - Handel mit Zertifikaten

Der EUA-Markt

Nachdem die Emissionszertifikate einmal durch in EU in Umlauf gebracht wurden, können sie gehandelt werden. Jeder, ob Privatperson oder Unternehmen, der ein Konto im EU-Register eröffnet hat, kann EUA kaufen und verkaufen, unabhängig davon, ob er selbst vom EU-ETS betroffen ist oder nicht.
Der Handel am CO2-Markt kann entweder direkt bilateral zwischen Käufer und Verkäufer, oder über zwischengeschaltete Börsen oder andere Intermediäre erfolgen.
Während alle EUA die gleichen Charakteristika aufweisen und somit austauschbar sind, so werden an den Märkten doch unterschiedliche EUA-Produkte gehandelt, die sich hinsichtlich Lieferzeit und Bezahlung unterscheiden.