Das nEHS – Nationaler deutscher Klimaschutz

Straßenverkehr, Heizwärme und kleine Produktionsbetriebe ab 01.01.2021 im Emissionshandel

Deutschland hinkt seinen Emissionsminderungsverpflichtungen in den sogenannten „Non-ETS-Sektoren“ (Non - Emission Trading System - Sektoren), also den nicht vom EU-ETS erfassten Sektoren, deutlich hinterher. Eine Besserung ist trotz drohender Sanktionen seitens der EU bislang nicht in Sicht.

Um die Ziele doch noch zu erreichen, wurden mit dem am 18.12.2019 in Kraft getretenen Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) erstmalig Klimaschutzziele in Deutschland gesetzlich festgelegt. Ein wesentlicher Baustein zur Erreichung der Klimaschutzziele stellt das neue Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) dar. Das BEHG ist am 20.12.2019 in Kraft getreten und bildet wiederum die gesetzliche Grundlage des am 01.01.2021in Deutschland startenden nationalen Emissionshandelssystems (nEHS).

Beim nEHS handelt es sich um eine Sektorü bergreifende CO2-Bepreisung. Damit werden alle die Sektoren und Bereiche abgedeckt, die außerhalb des bisherigen EU-ETS den Großteil der CO2-Emissionen auf sich vereinigen. Vom nEHS werden alle CO2-Emissionen erfasst, die bei der Verbrennung fossiler Heiz- und Kraftstoffe entstehen.

In der Praxis ist dies zum einen der gesamte Straßenverkehr, der über einen Preisaufschlag auf den Treibstoff an der Tankstelle indirekt am nEHS teilnimmt. Zum anderen sind dies neben einigen Sonderfällen alle Gas- und Öllieferanten, die deutsche Heizungs- und Produktionsanlagen (Privat/Gewerblich) mit Gas oder Öl beliefern, damit Wärme und Dampf für Wohnen und Produktion erzeugt wird.