Die Doppelerfassung im BEHG und EU-ETS

Die Ermittlung doppelter CO2-Mengen

Durch die parallele Existenz von zwei Emissionshandelssystemen mit unterschiedlichen Regelungsansätzen ab dem 01.01.2020 - dem nEHS und dem EU-ETS - entsteht die Problematik, dass Brennstoffemissionen durch das BEHG als auch durch das TEHG unter bestimmten Umständen doppelt erfasst werden.

Dies ist genau dann der Fall, wenn eine dem EU-ETS unterliegende Anlage Brennstoffe gemäß der BEHG-Definition bezieht. Hier würden die Brennstoffe und somit der Anlagenbetreiber preislich doppelt belastet werden, einmal dadurch, dass er entsprechend der CO2-Menge dafür EUA Zertifikate an das EU-ETS abgeben muss und zudem durch die nun im Rahmen des nEHS bestehende Abgabepflicht des Inverkehrbringers, der die ihm die entstehenden Mehrkosten für seinen Zertifikatekauf an den Anlagenbetreiber durchreicht.

Um diese Art der Doppelerfassung zu vermeiden, sieht das BEHG zwei Wege vor. Entweder ist der Inverkehrbringer im Zuge seiner Abgabeverpflichtung in Höhe der an EU-ETS Anlagen gelieferten und eingesetzten Brennstoffe abzugsberechtigt oder der betroffene, doppelt belastete Anlagenbetreiber erhält eine nachträgliche Kompensation. Welche der beiden Varianten hier letztendlich zum Tragen kommt, muss gesetzlich noch geregelt werden.

So oder so ist jedoch klar, dass immer eine der beiden Parteien den Antrag auf Gutschrift stellen und die anderer Seite dazu administrativ aufklärend beitragen muss. Insofern ist der Inverkehrbringer in jedem Falle betroffen und muss ein enormes Interesse daran haben, die entsprechenden Prozesse unter Kontrolle zu haben.

Eine vollständige Erfassung aller eventueller Doppelerfassungen von Brennstoffen erspart Ihnen im Einzelfall vermeidbare finanzielle Verluste und womöglich auch unangenehme Nachfragen von Anteileignern oder Investoren.

Das von Ihnen aufzubauende Kontrollsystem für eine korrekte Erfassung der von Ihnen gelieferten Brennstoffarten und Brennstoffmengen setzt voraus, das Sie umfassend wissen, wer Ihre Kunden sind, insbesondere ob diese

  • normale Endkunden sind
  • als Produktionsbetrieb dem EU-ETS unterliegen
  • Wohnungsbaugesellschaften mit einer Weiterverteilung sind
  • selbst auch Inverkehrbringer sind

Nur wenn Sie diese Art von Unterteilungen vornehmen können, werden Sie gute Voraussetzungen haben, Doppelerfassungen zu erkennen und Verluste in Ihrem Geschäftsbetrieb zu vermeiden.

Sofern Sie vor Beginn der ersten Handelsperiode noch in 2020 konkrete Hilfe zur Ermittlung Ihrer Kundenstruktur, deren Status und deren eventueller Weiterverteilstrukturen benötigen sowie ein Erfassungssystem aufzubauen um in den Folgejahren jeweils den aktuellen Status abrufen zu können, wenden Sie sich bitte an Emissionshändler.com®, um ein entsprechendes Angebot für Ihre Anlage abzufordern.

Da die Erstellung Ihrer Abnehmerstruktur in Bezug auf Doppelerfassungen oder nicht vollständige Doppelerfassung für Sie existenzielle Folgen haben kann, stellt die vollständige und immer aktuelle Dokumentation dieser Strukturen für Sie eine echte Herausforderung dar. In welcher Art und Weise bei Ihnen oder bei einer EU-ETS Anlage eine Kompensation erfolgt, wird noch in einer Rechtsverordnung detailliert.
Insofern kann es auch viel Sinn machen, solcherlei Prozesse dauerhaft an einen externen Dienstleister zu vergeben. Gerne bieten wir Ihnen unsere Unterstützung an.

Eine Unterstützung in Sachen Erstellung der Abnehmerstrukturen und Aufbau eines entsprechenden  Erfassungssystems, bieten wir Ihnen gerne unsere Leistung im Rahmen unseres BEHG-Paketes an.

Weitere Infos zu: Überwachen und Berichten im nEHS/BEHG