Das Zertifikatemanagement im BEHG

Kauf, Nachkauf und Verkauf von Zertifikaten

Zusätzlich zu den administrativen Aufgaben, die die Teilnahme am nEHS mit sich bringt, haben Sie als Inverkehrbringer von Brennstoffen ab 2021 einen Bestand an Emissionszertifikaten zu managen.

In der 1. Handelsperiode 2021-2025, auch als Einführungsphase bezeichnet, können Sie sich zwar in jedem dieser Jahre, unabhängig von Ihrem Bedarf, mit Zertifikaten zum jeweiligen Festpreis bei der ausgebenden Behörde eindecken, jedoch kann ein in der Menge nicht genau geplanter Einkauf die Konsequenz haben, dass Sie kurz vor Abgabe Ihrer Zertifikate am 30. September eines jeden Jahres entweder zu viel oder zu wenig Zertifikate auf Ihrem Konto haben.

Die Basis für eine möglichst gute Punktlandung und Wirtschaftlichkeit Ihres Zertifikatemanagements ist eine verlässliche Prognose Ihres Brennstoffeinsatzes. zum Jahresende. Für Sie gilt es dabei im Auge zu behalten, dass in der Einführungsphase zwar bis zum 30. September Zertifikate zum Festpreis des Vorjahres erworben werden können. Dies ist jedoch auf nur 10 % der Menge beschränkt, die ein Unternehmen im Vorjahr zum 31.12. bereits auf seinem Registerkonto verfügbar hat. Stellen Sie also im Laufe des Jahres bis Ende September fest, dass Ihr Zertifikatebestand nicht ausreicht und Sie Ihr Nachkaufbudget in Höhe von 10% bereits ausgenutzt haben, so müssen Sie zum höheren Festpreis nachkaufen. Haben Sie zu viel gekauft, werden Sie versuchen, den Überschuss an Zertifikaten möglichst bis Ende September ohne größeren Verlust zu verkaufen, da ab dem 30 September die Zertifikate schlagartig ihren Wert verlieren.

Weil es nun in aller Regel - insbesondere bei den neu betroffenen Teilnehmern - nicht zur Kernkompetenz eines Unternehmens gehört, sich plötzlich mit solcherlei detaillierten Prognosen zu beschäftigen, werden mehr oder weniger alle Unternehmen zum 30. September eines jeden Jahres zu viel oder zu wenig Zertifikate auf dem Konto haben.

Insofern führt dies dazu, dass sich in den ersten fünf Jahren des nEHS ein Sekundärmarkt bildet. Auf diesem werden  im Zeitraum Januar bis September je nach Angebot und Nachfrage Zertifikate zur Kompensation der Vorjahresemissionen über oder unter dem Vorjahresfestpreis gehandelt werden. Grundsätzlich auf Zertifikatspreise zu hoffen, die unter dem jeweiligen Ausgabepreis  liegen, wäre jedoch äußerst spekulativ.

Als Teilnehmer im nationalen Emissionshandelssystem (nEHS) kommen Sie also nicht drum herum, eine äußerst genaue Abschätzung der Emissionsmengen der von Ihnen bis Jahresende in Verkehr gebrachten Brennstoffmengen zu Anfang Dezember zu erstellen.

 

In der 2. Handelsperiode 2026-2030 geht es für Sie als Inverkehrbringer weniger darum, exakte Hochrechnungen zum Jahresende zu tätigen, um nicht in eine Kosten- und Preisfalle hineinzulaufen, sondern aktiv am Auktionsmarkt und/oder Sekundärmarkt als Manager Ihres Zertifikateportfolios aufzutreten.

Grund hierfür ist, dass es in der 2. Handelsperiode keine Festpreise mehr geben wird. Es erfolgte eine ausschließliche Versteigerung von Zertifikaten, anfänglich in 2026 in einer Preisspanne 55-65 Euro, ab 2027 dann wahrscheinlich ohne Beschränkungen im Preis.

Der Start der Versteigerungsphase wird einhergehen mit einem liquideren freien Handel auf dem Sekundärmarkt. Die Chancen, die sich für Sie als nEHS-Pflichtiger bieten, sollten bei einem guten und professionellen Zertifikatemanagement höher sein als Ihre Risiken.

Ein rechtzeitig aufgebautes Zertifikatemanagement, das Ihnen jederzeit aktuell und exakt Ihren Bedarf und eventuelle Überschüsse zeigt, erspart Ihnen in der ersten Handelsperiode teure Nachkaufaktionen, Verluste aus abgelaufenen Zertifikaten sowie viel Zeit und Nerven.

Ein professionell betriebenes Zertifikatemanagement, das in der 2. Handelsperiode Ihren Bedarf an Zertifikaten am Sekundärmarkt oder durch die Teilnahme an Auktionen deckt, sichert Ihnen deutliche Vorteile gegenüber Ihren Wettbewerbern.

Sofern Sie sich bereits frühzeitig am Markt gegenüber Wettbewerbern einen Vorteil sichern möchten, wenden Sie sich bitte umgehend an Emissionshändler.com®, um ein entsprechendes Angebot für Ihr vom BEHG betroffenen Unternehmen anzufordern. Wir würden uns freuen, Sie als Kunden begrüßen zu können.

Da die Abgabe von Zertifikaten voraussetzt, das Sie zuvor eine entsprechende Menge auf Ihrem Registerkonto verfügbar haben, sollten Sie diese rechtzeitig und vor allem in der richtigen Menge eingekauft haben und zudem im Falle eines dennoch sich ergebenden Überschusses dafür Sorge tragen, dass diese nicht Ende September komplett ihren Wert verlieren. Wir geben Ihnen hier den notwendigen Zugang zu einem sekundären Handelsmarkt, auf dem im Zeitraum Mai bis September eventuell günstiger gekauft- und/oder verkauft werden kann.

Da Sie das Portfoliomanagement und den Handel von Zertifikaten in aller Regel nicht zu Ihrer Kernkompetenz werden lassen möchten, kann es sehr viel Sinn machen, solche risikobehafteten Prozesse dauerhaft an einen externen Handelsspezialisten zu vergeben, der diese Art von Portfoliomanagement seit über 15 Jahren im EU-ETS für seine Kunden in vielen Ländern Europas managt.

Gerne bietet Ihnen Emissionshändler.com® seine Leistungen in einem nEHS-Paket an, welches der kaufmännische Teil unseres CO2-Sorglos-Paketes für BEHG-Betroffene ist. Das nEHS-Paket ist die Ergänzung zu unserem BEHG-Paket, welches der administrative Teil des CO2-Sorglos-Paketes ist.

Weitere Infos zu: Zertifikate und Registerkonto im nEHS/BEHG