Das Zertifikatemanagement im BEHG

Kauf, Nachkauf und Verkauf von Zertifikaten

Zusätzlich zu den ganzen administrativen Aufgaben, die die Teilnahme am nEHS mit sich bringt, haben Sie als Inverkehrbringer von Brennstoffen ab 2021 einen Bestand an Emissionszertifikaten zu managen.

In der 1. Handelsperiode 2021-2025, auch als Einführungsphase bezeichnet, können Sie sich zwar in jedem dieser Jahre unabhängig von Ihrem Bedarf mit Zertifikaten zum jeweiligen Festpreisen bei der ausgebenden Behörde eindecken, jedoch hat ein nicht genau in der Menge geplanter Einkauf die Konsequenz, dass Sie am 1. März eines jeden Jahres entweder zu viel oder zu wenig Zertifikate zur Abrechnung des Vorjahres auf Ihrem Konto haben.

Die Basis für eine möglichst gute Punktlandung und Wirtschaftlichkeit Ihres Zertifikatemanagements ist eine verlässliche Prognose Ihres Brennstoffeinsatzes zum Jahresende. Für Sie gilt es dabei im Auge zu behalten, dass in der Einführungsphase lediglich bis zum 28.02. Zertifikate zum Festpreis des Vorjahres erworben werden können. Dies ist nicht beliebig möglich, sondern auf 10 % der für das Vorjahr von Ihnen benötigten Gesamtmenge begrenzt. Stellen Sie also im März fest, dass Ihr Zertifikatebestand nicht ausreicht, um Ihre Emissionen des Vorjahres zu decken, müssen Sie zum höheren Festpreis nachkaufen. Haben Sie zu viel gekauft, werden Sie versuchen, den Zertifikateüberschuss möglichst bis Ende August ohne größeren Verlust zu verkaufen, da ab dem 31. August die Zertifikate schlagartig ihren Wert verlieren.

Weil es nun in aller Regel - insbesondere bei den neu betroffenen Teilnehmern - nicht zur Kernkompetenz eines Unternehmens gehört, sich plötzlich mit solcherlei detaillierten Prognosen zu beschäftigen, werden mehr oder weniger alle Unternehmen zum Stichtag 1. März eines jeden Jahres zu viel oder zu wenig Zertifikate auf dem Konto haben.

Insofern führt dies dazu, dass sich in den ersten fünf Jahren des nEHS ein Sekundärmarkt bildet, der Preise nach dem 28.02. über oder unter dem Festpreisniveau des Vorjahres zeigen wird. Grundsätzlich auf Zertifikatspreise zu hoffen, die unter dem Festpreis liegen, wäre jedoch äußerst spekulativ.

Als Teilnehmer im nationalen Emissionshandelssystem (nEHS) kommen Sie also nicht drum herum, eine äußerst genaue Abschätzung der CO2-Mengen der von Ihnen bis Jahresende in Verkehr gebrachten Brennstoffmengen zu Mitte/Ende Dezember zu erstellen.


In der 2. Handelsperiode 2026-2030 geht es für Sie als Inverkehrbringer weniger darum, exakte Hochrechnungen zum Jahresende zu tätigen, um nicht in eine Kosten- und Preisfalle hineinzulaufen, sondern aktiv am Auktionsmarkt und/oder Sekundärmarkt als Manager Ihres Zertifikateportfolios aufzutreten.

Grund hierfür ist, dass es in der 2. Handelsperiode keine Festpreise mehr geben wird. Es erfolgte eine ausschließliche Versteigerung von Zertifikaten, anfänglich in einer Range 55-65 Euro, ab 2027 dann wahrscheinlich völlig frei und ohne Beschränkungen im Preis.

Der Start der Versteigerungsphase wird einhergehen mit einem liquideren freien Handel auf dem Sekundärmarkt. Die Chancen, die sich für Sie als nEHS-Pflichtiger bieten, sollten bei einem guten und professionellen Zertifikatemanagement höher sein als Ihre Risiken.

Ein rechtzeitig aufgebautes Zertifikatemanagement, welches Ihnen jederzeit aktuell und exakt Ihren Bedarf und eventuellen Überschuss zeigt, erspart Ihnen in der ersten Handelsperiode teure Nachkaufaktionen, Verluste aus abgelaufenen Zertifikaten sowie viel Zeit und Nerven.

Ein professionell betriebenes Zertifikatemanagement, welches in der 2. Handelsperiode Ihren Bedarf an Zertifikaten am Sekundärmarkt oder in Auktionen deckt, sichert Ihnen deutliche Vorteile gegenüber Ihren Wettbewerbern.

Sofern Sie sich bereits ab Juni 2020 am Markt gegenüber Wettbewerbern einen Vorteil sichern möchten, wenden Sie sich bitte umgehend an Emissionshändler.com®, um ein entsprechendes Angebot für Ihr vom BEHG betroffenen Unternehmen abzufordern. Sollten Sie sich jedoch erst zum Spätherbst 2021 entscheiden - was der späteste Zeitpunkt wäre - würden wir uns natürlich auch freuen, Sie als Kunden begrüßen zu können.
 

Da die Abgabe von Zertifikaten voraussetzt, das Sie zuvor eine entsprechende Mengen auf Ihrem Registerkonto haben, sollten Sie diese rechtzeitig und vor allem günstig eingekauft haben und zudem im Falle eines Überschusses dafür Sorge tragen, dass diese nicht Ende August komplett ihren Wert verlieren.

Da Sie das Portfoliomanagement und den Handel von Zertifikaten in aller Regel nicht zu Ihrer Kernkompetenz werden lassen möchten, kann es auch viel Sinn machen, solche risikointensiven Prozesse dauerhaft an einen externen Handelsspezialisten zu vergeben, der diese Art von Portfoliomanagement seit über 15 Jahren im EU-ETS für seine Kunden in vielen Ländern Europas managt.

Gerne bietet Ihnen Emissionshändler.com® seine Leistungen in einem nEHS-Paket an, welches der kaufmännische Teil unseres CO2-Sorglos-Paketes für BEHG-Betroffene ist. Das nEHS-Paket ist die Ergänzung zu unserem BEHG-Paket, welches der administrative Teil des CO2-Sorglos-Paketes ist.

Weitere Infos zu: Zertifikate und Registerkonto im nEHS/BEHG