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ETS 1: EU-Parlament stimmt für Anpassung der Benchmarks

Das Europäische Parlament hat am 22. Oktober Änderungen an den Wärme- und Brennstoff-Benchmarks im EU-Emissionshandel (EU-ETS 1) gebilligt. Damit könnten einschlägige Industrieanlagen für den Zeitraum 2026 bis 2030 knapp 100 Millionen zusätzliche kostenlose Emissionsberechtigungen erhalten. Die Kommission hatte ursprünglich rund 80 Millionen vorgesehen. Der Rat der EU-Mitgliedstaaten hatte sich sogar für eine Ausweitung um rund 121 Millionen Zertifikate ausgesprochen.

Die Anpassung betrifft Anlagen, für die keine spezifischen Produkt-Benchmarks gelten. Ihre kostenlose Zuteilung richtet sich nach dem Wärme- oder Brennstoffverbrauch. Neben Zertifikaten aus dem Puffer zur Vermeidung des sektorübergreifenden Korrekturfaktors sollen nach dem Parlamentsvorschlag auch bislang zurückgehaltene Zertifikate aus nicht erfüllten ETS-Auflagen für die Zuteilung genutzt werden. Die zusätzlichen Berechtigungen sollen die Kosten für betroffene Unternehmen senken und so das Risiko von Carbon Leakage verringern.

Endgültig beschlossen ist die Änderung noch nicht. Die Trilogverhandlungen mit dem Rat können nun beginnen.

28.10.2026

Ihr Emissionshändler.com Team